Dienstag, 3. Februar 2015

Der jugendliche Leichtsinn Pt. II

Freunde der hawaiianischen Walgesänge,
es erreichten mich 28963 Mails (mindestens!!), mit folgendem Inhalt: die Geschichte meiner gebrochenen Zeigefinger sei totalmegavollelustigundknorke (äh hallo? was seid ihr denn für Sadisten?).

Und weil ich ein wandelnder Unfall bin, hier ein weiterer meiner majestätischen Momente.

Mein heutiges Thema: Sport.
(passt ganz gut, da ich gerade mit dem Onkel des Muskelkaters im Krieg bin. Ich Vollidiot habe gestern ein Victoria's Secret Workout gemacht. Doch anstatt jetzt mit einem federnden Gang meine straffen Beine präsentieren zu können, lauf ich eher rum wie Victoria's Oma am Gehstock).

Vor vielen Jahren war ich im Leichtathletik-Verein. Einmal beschloss die Trainerin in der Halle Stabhochsprung zu üben. Große Freude, trallala. Hierbei sei erwähnt, dass die Hochsprungmatte in der Mitte einen ca. 1 Meter langen Spalt zierte. Wir wurden also angewiesen immer möglichst links und rechts vom Spalt auf der Matte zu landen. Außerdem hatten wir aus Sicherheitsgründen (äh?haha?) anstatt der Latte ein Gummiseil gespannt um drüber zu springen.

Mein erster Sprung ging gut, ich landete locker flockig auf dem Rücken und freute mich des Lebens.

Nun hatte ich für den zweiten Sprung Mut gefasst, meine Kumpanen hatten mit ihren grazilen Dehnübungen aufgehört und schauten mich erwartungsvoll an (ahnten sie etwas?). Die anwensende Fußballmannschaft drehten sich ebenfalls zu mir um als ich lauthals meinen bevorstehenden Triumph verkündete (ich bilde mir auch ein es wäre ein Kerl mit einer Trommel aufgetaucht, denn ich hörte einen leisenTrommelwirbel...)

Nun war also mein Moment gekommen, die Chance die Weltherrschaft an mich zu reißen.
Ich nahm Anlauf, setzte den Stab an, sprang in die Höhe (Memo an mich selbst, ich sollte einfach niemals den Boden verlassen, gibt immer aua)...
...und bekam kurz vor dem gespannten Gummiseil Panik.
Anstatt also wie geplant rückwärts über das Gummi zu segeln, beschloss mein grandioser Körper eine spontane Lähmungsparty zu veranstalten (weil: stell dich tot dann lauert weniger Gefahr, you know).

Nun, ich landete also nicht auf dem Rücken, sondern flog elegant wie eh und je geradeaus gegen das Gummiband. Dieses gab nach (hallelujah!)  und flog mit mir gen Matte. Alles wäre halb so wild gewesen, hätte ich nicht im Flug (natürlich kopfüber, Lähmungsparty war plötzlich vorbei!) den Riss in der Matte vergessen.
Ich schoss also mit dem Kopf voraus in die Matte (die wohlgemerkt ca. einen halben Meter tief/hoch ist), meine Arme seitlich am Körper, und versank bis zu den Oberschenkeln. Als wäre das nicht schon lächerlich genug gewesen, fielen natürlich die Zwei Seitenstangen zwischen denen das Gummiband gespannt gewesen war, mit mir und dem Gummi X-förmig nach unten. Und so steckte ich fest.
Ich konnte nur noch mit den Beinen wackeln und zu allem Überfluss blockierten mir hierbei die blöden umgefallenen Seitenbalken den Strampelweg. Und ich steckte da ziemlich lange, wie ich nämlich später herausfand musste meine Trainerin erst ihre Lachkrämpfe bekämpfen musste bevor sie zur Rettungsaktion überschreiten konnte.
Das wars dann mit meiner Stabhochspungsliaison.

Und die Moral von der Geschicht? Mach als Blödi einen Hochsprung nicht!
Gute Nacht.

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