Dienstag, 3. Februar 2015

Der Wüste ihr Vater, Ryanair und ich.


Freunde der ungesicherten Unfallstellen,


ich war schon wieder unterwegs. So langsam komme ich selber gar nicht mehr mit, so viel wie ich gerade von der Welt sehe.
Dieses Mal voll eigennützig: Mit dem Penis und seinen Eltern nach Spanien.
Wenigstens ist da schönes Wetter!

Echt, jedes Jahr fall ich wieder auf die blöde Jahreszeit rein. Erst liegt man da noch in der Sonne und freut sich seines Schweißes und zack bumm bäm, kommt der Herbst um die Ecke wie James Bond zu seinen besten Zeiten.

Kinder, ich bin zu alt für sowas.

In Aguilas, wo wir uns von der spanischen Sonne braten ließen, ist es theoretisch wundervoll.
Theoretisch deshalb, weil das Haus der Oma meines Freundes,
ein klitzekleines bisschen ab vom Schuss liegt.

Diese Umschreibung ist maßlos untertrieben, denn nachdem wir vom Flughafen in Alicante 2 Stunden lang in der Pampa rumgegurkt waren, kam erst die eigentliche abenteuerliche Fahrt.
Kinder, ich habe mich ein kleines bisschen wie Robinson Crusoe gefühlt, der ein Auto besitzt. 
Nix mit Straße. Nix mit Lampen. Nix mit Straßenschildern. Nix, nix, nix!
Ein Ort der Stille und des Einklangs mit der Natur um es mal so poetisch wie möglich auszudrücken. Ganz rational war es halt Wüste.
Und das ungefähr 20 Minuten lang. Herzlichen Glückwunsch mit dem Gepolter wenn man einen schwachen Magen hat (oder wie wir vorher mit Ryanair geflogen ist..).

Als wir aber endlich angekommen waren wars doch sehr schön. Ich meine, wer braucht schon Handynetz, eine Dusche im Haus oder Einkaufsmöglichkeiten?

Nein im Ernst, es war echt schön. Und weil die Kamera von meinem Schnuffelpuffel (ja, manchmal bin ich die megakrasse Romantikerin, ich weiß) so eine tolle Panoramafunktion hat, kann ich euch Söhne jetzt alle daran teilhaben lassen.






Mal ganz ehrlich, seid ihr schonmal mit Ryanair geflogen? Ich sags euch, für jemanden wie mich, der sowieso schon panische Flugangst hat, ist das absolut nichts.

Wenn ich fliege, dann will ich kurz vor Abflug am Flughafen ankommen, schnell durchlaufen, fliegen und landen. Fertig. Dabei noch möglichst nett behandelt werden. Bloß keine unnötige Panik erzeugen.

Leider ist Panik bei Rynair wohl das Motto eines Fluges.

1) Panik, dass das Handgepäck nicht passt. Jedes Stück wurde gewogen und vermessen, damit auch ja niemand 100g zu viel mitnehmen kann. Okay, ist ja noch verständlich. Aber neeeein, man darf nur ein Gepäckstück dabei haben. Keine Handtasche, keine Kamera in der Hand. Gut, haben alles in den Koffer gestopft. Nach dem Check in und der Sicherheitskontrolle wieder raus. TUT DAS NIEMALS. in der Schlange zum Einsteigen wurden wir nämlich nochmal rausgezogen um die Handtaschen wieder in den Koffer zu packen. Äh, okay..wurde ja nicht schon 239236 Mal gewogen und so, aber neeein Handtasche in der Hand geht gar nicht, könnte ja mehr Platz wegnehmen als Handtasche im Koffer.

2) Panik, keinen Sitzplatz zu bekommen. Klar ist für jeden ein Platz da, aber Sitzplatzreservierung kostet extra. Deshalb stehen die Leute auch schon eine Stunde vor Einstieg auf um sich anzustellen. Das allein macht mich schon verrückt. Wenn aber erstmal das Gate offen ist, beginnt der eigentliche Krieg. Der Weg vom Gate zu Flugzeug gleicht einem Kampf um einen Platz in der Arche Noah. Ohne Rücksicht auf Verluste, Hauptsache zuerst im Flugzeug sein. Das macht natürlich überhaupt nicht panisch, nein.

3) Platzangst. Okay klar, Ryanair kann nur deshalb so günstig sein, weil eben viele Menschen in wenig Flugzeug passen. Leider nix für Claustrophobiker. Ich hatte schon beim hinsetzen Atemnot. Ich bin einfach ganz oft Pipi machen gegangen, das Klo ist geräumiger.
4) Wenn man dann erstmal los geflogen ist, ist leider auch nichts mit entspannen. Ich kam mir auf dem drei Stunden Flug vor, wie auf einem Rummel. Ständig wird was durchgesagt oder verkauft. Zweimal ist eine Stewardess mit Losen durch die Reihe gegangen. LOSE! Wer zur Hölle kauft sich denn bitte ein Los auf einem Flug?? Weiter gings mit Getränken, Parfüm (okay) und Elektrozigaretten für den Flug. Ich war zwischen lachen und weinen, ehrlich. Nächstes mal lieber mit einer Supertouri-Fährfahrt inklusive Animation.
5) Einen halben Herzinfarkt hatte ich bei der Landung. Wenn der Flug nämlich pünktlich landet ertönt eine Sirene. Juhu, was ein Spaß. NICHT.
Also Kinder, für mich ist das ja nichts. Mein armer Freund musste ungefähr 90723 Panikattacken meinerseits beruhigen und ich war danach absolut Urlaubsreif.


Soviel zu meinem letzten bisschen Sonne.
Boah Kinder, ihr könnt euch schonmal auf den nächsten Post freuen, ich habe gestern in meinem Putzfimmel etwas gefunden. Der absolute Kracher, ich werdet sehen. Ich hab Tränen gelacht.Seid gespannt meine Söhne und bis dann!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Teilt eure Gedanken, Wünsche, Hasstiraden, Liebeserklärungen und Heiratsanträge mit uns und der Welt. Wir sind schon groß, wir werden nicht weinen.