Dienstag, 3. Februar 2015

Schöner Wohnen - Müll ist nicht gleich Müll

Freunde des neuen Marteria Albums,

von meinem chaotischen, dreckigen WG-Leben habe ich euch ja bereits berichten können.
Kommen wir nun zu den schöneren Seiten eines Umzugs:
Umziehen.
Ich meine nicht den Akt an sich, denn Kinder wenn ihr schonmal umgezogen seid, dann wisst ihr was für eine unglaublich anstrengende Chose das ist, sondern das Dasein eines (oder mehreren) leeren Zimmers, das nur darauf wartet geschmückt und bewohnt zu werden.
Hach Kinder, das ist wie wenn man ein weißes Blatt Papier vor sich liegen hat und weiß, dass man gleich mit allen möglichen Farben darauf rumschmieren kann, herrlich.

Leider ist es aber nunmal so, dass man als armes, vom Studium geplagtes Wesen selten die Mittel hat um sich gänzlich kreativ ausleben zu können. Auf Deutsch: Man ist einfach immer und grundsätzlich pleite.
Für alle Mitleidenden und besseren Tine Wittlers, die auch mal sehnsüchtig in die Einrichtungskataloge schielen, gibt's jetzt meine 5 Low-Budget-Vorschläge

1) Mit Schmuck schmücken.
Es gibt so viele tolle Dinge die man sich des Blingblings wegen um/an/auf den Körper hängt, wieso sollte man damit nicht auch Wände verschönern können? Ich finde manche Ketten viel zu Schade um sie in ollen Schmuckkisten im Schrank chillen zu lassen. Außerdem hat man so immer alles im Blick.
Is natürlich klar, dass ihr da jetzt nicht Omas 128973 Euro Klunker an die Wand nagelt, aber Studentenbudgetschmuck geht allemal. 


2) Bilderhaufen
Ihr kennt das sicher: Man blättert eine Zeitschrift durch und sieht wunderschöne Fotostrecken, man betrinkt sich in einer Bar und findet auf dem Weg zum Klo die lustigsten Postkarten, man hat Fotos von den Liebsten und weiß nicht wohin damit. Bevor ihr das alles Bravopostermäßig schäbig mit Tesafilm an die Wand klebt (und beim Abmachen selbige halb abreißt..), geht lieber mal in nen Ein Euro Shop oder auf den Flohmarkt und deckt euch mit Bilderrahmen ein. Kinder glaubt mir, da könnt ihr sogar ne McDonalds Werbung reinzimmern, das sieht direkt nach Andy Warhol aus (fast).


3) Wandkrizeleien
Gerade für WG Bewohner sind Tafeln meiner Meinung nach absolut überlebensnotwenig! Egal ob ich gerade Lust habe meiner Laune ihren Lauf zu lassen oder ich gerade in Müll ersticke und meine Mitbewohner freundlich darum bitte endlich zu putzen, wenn eine Tafel im Flur hängt (geht natürlich auch im Zimmer) muss man seltener über den Putzplan reden und hat ständig neuen Wandschmuck.

4) Kistenregale
Woher sollen Kisten wissen dass sie Kisten sind und keine Regale? Eben! Deshalb fleißig in die Weinhandlung gehen und mit lasziven Augenaufschlag nach Weinkisten fragen oder einfach auf dem Flohmarkt handeln und.. schwupps denkt die Kiste sie wäre schon immer dazu bestimmt gewesen an der Wand zu hängen, schwöre!

5) Schallplatten
Im ernst, es gibt Musik, die ist eindeutig nicht für die Ohren gedacht, aber trotzdem hindert das ja nichts daran, dass diese Musik durchaus schöne oder lustige Plattencover hatte. Wenn sie schon zum hören nicht taugen, kann man sie ja wenigstens an die Wand hängen. Danke dafür liebe Brigitte!
Die Janis Joplin Platte hängt selbstverständlich an einem Ehrenplatz und auch nur weil ich sie doppelt habe (falls ihr es noch nicht wusstet, ich glaube ich habe die größte Janis Joplin Sammlung Deutschlands! Und falls ihr gerade denkt who the fuck ist Janis? Dann schnell ab in die Ecke zum schämen!!).

Kinder, das soll es für heute gewesen sein. Ich hoffe ihr konntet was mit meinen superneuen Vorschlägen was anfangen, wenn nicht ist auch recht. Im Notfall gilt immer:

1) James Dean geht immer.

2) Babyfotos von sich selbst zeugen nicht von Selbstverliebtheit sondern sind süß und gut für die Wand.

3) Mutti, Vati, Onkel, Tante, Lehrer, Mitbewohner oder mit wem ihr euch sonst so alles umgebt haben immer einen Keller mit tollen Dingen.

4) Sperrmüll ist wie Geburtstag, nur besser.

5) Flohmärkte sind nicht nur Hipsterscheiß.

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