Dienstag, 3. Februar 2015

Von Tuten, Blasen und Mädchenträumen

Freunde der rhythmischen Sportgymnastik,

ahnt es oder ahnt es nicht, ich habe tatsächlich Zeit im Internet rumzugammeln obwohl ich im wunderschönen Lissabon bin. Grund dafür ist eine Blasenentzündung die den dritten Weltkrieg auslösen könnte. Deshalb hieß es heute für mich um 2 Uhr Ende Gelände, während die Jungs noch einen draufmachen, superdankeciaoichhabsovielspaßalleine. nicht.

Ich pumpe soviel Wasser und Tee in mich rein, dass es mich nicht wundern würde wenn mir das Zeug einfach aus den Ohren schießen würde.
Meine Superjungs haben sogar versucht Cranberrysaft aufzutreiben, aber Männer kann man nicht mit solchen Wünschen losschicken! Kommen die total stolz vom Einkauf zurück und schlagen sich auf die Brust als hätten sie gerade Amerika entdeckt. Tja, schade Schokolade..als ich einen monströsen Schluck des tollen Safts getrunken hatte, musste ich ihn leider über das komplette Frühstück wieder ausspucken. Kinder, wisst ihr wie ekelhaft es ist einen riesigen Schluck puren Kirschsirup im Mund zu haben?
Tut das ja nicht! (Die Pimmel meinten zu ihrer Verteidigung, dass die Kirschen auf dem Bild aussähen wie Cranberrys. Jajaja..nicht! Mal davon abgesehen dass sich höchstens eine Kirsche in einen Liter Zucker verirrt und darauf plädiert hat als Kirschsirup durchzugehen..) Kurz: Ich habe jetzt nicht nur eine Blasenentzündung, sondern wohl auch einen Zuckerschock, juhu.

Aber Kinder, es gibt eindeutig schlimmeres im Leben als in einer Prinzessinenwohnung mit mega Terasse gefangen zu sein. Leider ist meine Kamera daheim geblieben (ich dachte ich mach mal richtig Urlaub von allem, stattdessen nehme ich B. immer seine Kamera weg, weil ich meine so vermisse) und weil mein Bildbearbeitungsprogramm spontan beschlossen hat sich aufzuhängen, kann ich euch die handybilder einfach nicht zumuten. Fotos von meinem Mädchenreich wirds also erst nach dem Urlaub geben, sorry dafür.

Trotzdem habe ich einige Eindrücke festgehalten!
Das einzige Foto unserer Wohnung, das gerettet werden konnte, ist es nicht zauberhaft? (und Herr R. wollte unbedingt aufs Bild die alte Rampensau)
Unsere täglichen Begleiter, man nennt uns auch Fantastic Three. Meine ist selbstverständlich die pinke.
Super Sache bei zu hellen Lampen: Socken.
Unsere zwei Mitbewohner. Leider können sich die Eltern, aka wir, auf keine Namen einigen, deshalb heißen sie jedes Mal anders.Ich glaube, sie sind selbst ganz verwirrt.


Bestandaufnahme am nächsten Morgen:

B. wurde seine Kamera geklaut, das wars dann wohl mit unseren Touribildern. Mist, dabei haben wir uns extra total Touristisch vor jeder Sehenswürdigkeit fotografiert.

Die Jungs waren heute Nacht im Krankenhaus weil B. gehauen wurde und jetzt sieht er aus als hätte er seine Weisheitszähne gezogen bekommen. Gut für mich, ich bin jetzt nichtmehr das einzige Opfer dass keinen Alkohol trinken darf. Yes Sir!

Ich habe eine riesige Kakerlake im Zimmer. Nachdem ich heute Nacht sage und schreibe eine 3/4 Stunde hinter ihr hergerannt bin um sie zu fangen, habe ich beschlossen Freundschaft mit ihr zu schließen. Aurelia ist zwar ein bisschen dumm, aber dafür lässt sie mich in Ruhe.

Ich habe das Gefühl, dass Wachsstreifen in südlichen Ländern besser sind. Liegt das vielleicht daran dass die eine stärkere Behaarung haben auf die das ausgelegt wurde?

- Als einziges Mädchen bei einem Männerurlaub dabei zu sein hat nur Vorteile! Es gibt keine Zickereien, wenn man rülpst wird applaudiert, keiner merkt ob man geschminkt oder ungeschminkt ist ("sieht aus wie vorher" ist hier Standart!), alles was man kocht wird für gut befunden, man wird überhäuft mit komplimenten und man hat eine riesen Auswahl an supergemütlichen Jogginghosen und Pullis.

Schwule in Portugal stehen auf blonde Surferboys. R. kann sich kaum retten vor Angeboten und bekommt überall Freidrinks, die er großzügig mit uns teilt (er ist so nett und schlägt hin und wieder eine Cola für mich raus..).

- Lieblingsmusik der Lissabonner scheint utzutzutz-dummertext-utzutzutz zu sein. Ich habe gestern einfach die dümmsten Bewegungen im Shakiramodus ausgepackt und mich halb totgelacht. Komischerweise wurde ich daraufhin gebeten die Gogotänzerin auf ihrem Podest abzulösen während sie Pause machte. Ich hatte Spaß und fühle mich total famebitchghetto, waslos.

- Portugiesische Krankenwägen machen ganz, ganz, ganz seltsame Töne (klingt wie quak-quak-quak-lülülülülülülülülü-quaaaak-lülülülü). Und das ganze in ohrenbetäubender Lautstärke, tschüss Nachtruhe.

Lissabon ist voller Hipster. Ohne Scheiß, dagegen ist Cro, der Lops, Baletttänzermäßig unterwegs!

- Ich habe mich damit abgefunden, dass meine Haut einfach nicht braun wird. Ich liege 7 Stunden am Tag in der Sonne und alles was dabei rauskommt ist Schwitzen. Soviel zum Italierdasein.

Ich grüße euch aus dem kleinen Paradies, ihr alten Campingingenieure!

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