Sonntag, 23. August 2015

Die ultimative Haarroutine - und ein lächerliches DIY Kokosmilch-Shampoo

Freunde des lässigen Filzturbans,

die letzten Wochen war wirklich einiges bei uns los. Lena ist umgezogen. Ich bin umgezogen. Mein Herzbube auch. Dann hat Lena mich für ihr Auslandssemester verlassen und jetzt versuchen wir alle endlich wieder ein bisschen Alltag in unsere Leben zu bekommen, gar nicht mal so einfach.
Vor allem muss man hierbei mal anmerken dass ich in den letzten zwei Jahren drei mal umgezogen bin und es hoffentlich vorerst der letzte Umzug war (aber wenn ich mir so meine neue Traum-WG anschaue, fällt es mir gar nicht mal so schwer zu glauben, dass ich jetzt erstmal hier bleibe). Kinder, ich sags euch, ich bin eindeutig nicht zum Möbelschleppen gebaut worden. Da kommt das volle Mädchen in mir durch, von wegen Emanzipation, ich setze bei schweren Sachen immer den extra Mitleidsblick auf und tue so, als hätte ich nicht einen einzigen Muskel in den Armen... Aber was soll ich sagen, es hilft ungemein in Männern ihr "ich-bin-so-stark-und-sie-so-schwach-Symptom" auszulösen. Und so bin ich zumindest nur mit einem halben Muskelkater davon gekommen.

Lena geht es übrigens in Helsinki auch wunderbar, ich muss gestehen, ein wenig Neid kommt schon ab und zu in mir auf, aber ansonsten gönn ich das der alten Fritze natürlich sehr.
Um mich ein wenig von meinen Neidgefühlen abzulenken, konzentriere ich mich nun auf das wichtigste Thema im ganzen Universum (mindestens!): Haare. Um eines von vornherein klarzustellen, es geht um die auf dem Kopf. Nix Achselhaar oder sonstiges. Da investiere ich lieber in gute alte Wachstreifen und mach kurzen Prozess. Leider geht das auf dem Kopf ja nicht, weshalb das Thema ja auch so weltbewegend ist. Und deshalb habe ich es mir seit meinem 17. Lebensjahr zur Aufgabe gemacht die gesündesten Haare der Welt zu haben. Jawohl! Ich würde mal behaupten nach geschlagenen sieben Jahren Odyssee bin ich endlich soweit und kann ohne die geringste Spur der Hochnäsigkeit behaupten: ich hab die Haare schön. Bis es soweit kommen konnte musste allerdings einiges geschehen, denn vor meinem Beschluss war ich der allergrößte Haarfärbe-Fan und habe locker flockig mal alle zwei Wochen die Haarfarbe geändert. Sah im Nachhinein alles ziemlich bescheiden aus, aber ich wollte ja nicht auf Mutti hören (die hat das natürlich immer gleich gesagt...). Als ich endlich drauf kam, dass ich meine Haare da ziemlich kaputt mache und ich deshalb auch noch jeden Tag wild drauf los geglättet habe um sie einigermaßen ansehnlich zu gestalten (dachte ich zumindest), habe ich beschlossen die Sache mal kurz und knapp zu beenden. Nie wieder Haare färben.

Was bei dem ganzen Dilemma auch noch ein Problem war: Ich habe sehr, sehr dicke, störrische, frizzige, wellige Haare auf dem Kopf und konnte damit nicht anders umgehen, als fette Schichten an silikonhaltigen Haarprodukten draufzuklatschen und zu hoffen dass ich irgendwann mal über Nacht wunderschönes, glänzendes Haar haben werde.
Mittlerweile weiß ich, dass das Quatsch ist, aber mit 16 setzt man sich eher seltener mit Inhaltsstoffen auseinander und glaubt jeder Werbung die einem Wunder verspricht. Und weil ihr jetzt auch keine Lust mehr habt hier von irgendwelchen Teenager-Problematiken zu lesen, gehe ich jetzt schnell an meine Lösung:
Seit einem Jahr habe ich die ultimativ perfekte Haar-Routine gefunden, die, meiner Meinung nach universell einsetzbar ist, ganz egal welche Haarstruktur man hat. Mein bester Freund bei der Haarpflege heißt jetzt nämlich Minimalismus. Mehr als Shampoo (mit guten Inhaltsstoffen!), Kokosmilch, Kokosöl und Haaröl brauche ich nichts. Und trotzdem habe ich die schönsten Haare die ich in meinem Leben je hatte und vor allem sind sie beinahe unkaputtbar. Yes Sir!

Die Sache ist ganz einfach. Ich wasche meine Haare einmal pro Woche (ja iiiih!) und mache alle 2-3 Wochen vor dem Waschen eine riesige Menge Kokosöl in meine kompletten Haare. Das lasse ich dann so lange wie möglich (also locker zwei Stunden) drin und wasche sie dann mit meinem "selbstgemachten" Shampoo (wobei das Wort selbstgemacht hier echt ein Witz ist wie man gleich sehen wird!). Die übrigen Wochen ohne Kokosöl wasche ich sie auch mit dem Shampoo und mache danach eine Portion von meinem selbstgemachten Haaröl rein und gut is. Nix Föhnen (außer es muss wirklich schnell gehen), kaum Glätteisen (außer ich hab richtig Lust mich aufzudonnern, kommt gelegentlich schon mal vor) und fertig sind schöne Haare. Hätte mir das jemand vor drei Jahren erzählt, dem hätte ich einen Vogel gezeigt und auf meine extrem widerspenstige Haarstruktur gezeigt und sowas gesagt wie "ja, bei dir funktioniert das ja, du hast ja eh schon unkomplizierte Haare" oder sowas in der Art, aber Kinder, ich schwöre das klappt!

So, nun zu dem lächerlichsten DIY der Bloggeschichte! Man nehme:
- 1/3 Kokosmilch
- 2/3 Shampoo (ich habe das hier, aber keine Angst, es geht auch ein günstiges Naturkosmetik Shampoo!)

Und dann macht man etwas total verrücktes und mischt das ganze. Tja, das war dann auch schon das Ende vom Fest, ich sagte ja, total lächerlich aber unfassbar wirksam. Seit ich das so mache, kann ich supergut auf Spülung verzichten, weil die Kokosmilch den Job macht. Das Zeug ist auch locker ein paar Wochen haltbar, noch so ein Vorteil.


Tja, ich hoffe ich konnte mit meiner ausschweifenden Geschichte irgendeinem von euch Gustavs helfen, kost ja fast nix, das einfach mal auszuprobieren.

Kommentare:

  1. Ich setze auch immer mehr auf Pflege-Minimalismus (: ! Gewaschen wird seit einigen Monaten nur noch mit Lavaerde und ich hatte nie schönere Haare! Kokosmilch klingt aber auch sehr verlockend. Jaja, irgendwann merkt man, dass Mama doch immer recht hatte x) ...Liebe Grüße.

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    1. Ja Lavaerde würde mich auch mal reizen! Was mir dabei aber Angst macht ist der "unfrische" Geruch, so gar nicht frisch-gewaschen-mäßig oder?:)

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    2. Lavaerde riecht zwar nach nichts, aber ich hatte bisher noch nicht das Gefühl, dass meine Haare dadurch nicht richtig sauber/frisch werden...letztends habe ich aber auch mal drüber nachgedacht, weil ich ja an meiner Kopfhaut doch nicht so einfach riechen kann x) ..aber da kann man dann einfach ein ätherisches Öl seiner Wahl hinzumischen und dann sollte das gehen (: .

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  2. Das klingt total interessant, das probiere ich auf jeden Fall mal aus! :)
    Ich nutze auch nur ein simples Shampoo von Balea und sonst gar nichts. Meine Haare sind kräftig und gesund.
    Liebe Grüße!:)

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    1. Super, lass mich wissen wies dir gefallen hat! Mit Balea Shampoo geht das sicher auch gut, da sind ja auch keine Silikone drin:)

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  3. Coole Idee! Das wird mal ausprobiert!
    Liebe Grüße, Alina
    https://daskleineeck.wordpress.com/

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    1. Freut mich dass es Dir gefällt, sag auf jeden Fall Bescheid wie Du es fandest!

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  4. Das klingt richtig gut! Vllt probiere ich mich auch mal dran... :)
    Liebe Grüße, Mona von Belle Mélange

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    1. Tu das! Ich würde mich freuen wenn es bei Dir auch so wunderbar funktioniert:)

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  5. Sehr cool! Ich finde schlicht und einfach oft eh besser als viel zu kompliziert!
    Also tolles DIY und ich probier es aus! ;)

    Ich wünsche dir einen wundervollen Tag <3
    Liebst, Sarah von Belle Mélange

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    1. Ja das finde ich auch manchmal, wobei ich so richtig aufwendige Naturkosmetik Rezepte auch immer besser finde :) Probier es auf jeden Fall aus und berichte mir!

      Liebste Grüße an Dich!

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  6. Das ist ja eine tolle Idee!
    Muss ich auf jeden Fall mal ausprobieren :)
    xx Lia
    liaslife

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  7. Kokosöl ist eine super Sache! Ich benutze es allerdings nach jedem Waschen, einen Tropfen in den Händen verrieben und in die Haarspitzen einmassiert. Seitdem habe ich kein Problem mehr mit zu trockenen Spitzen bei meinen Wellen :)

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  8. Hallo! :-)
    Jaaaaa, Haare, das ist ein Thema für sich! Da bin ich auch schon seit Jahren dran, die perfekte Haarpflege zu finden. Ich habe zwar viele, aber sehr feine Haare auf meinem Haupt, die leider total schnell brechen und splissen. Diven halt.
    Kokosmilch pur als Prewash.Kur habe ich schon ausprobiert, das war leider nix. Aber im Shampoo könnte ich es noch einmal probieren.
    Liebe Grüße!

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